Newsletter
an-/abmelden

kurz nach-denken

HomeÜber michGleichnisseBuch-TippsHeil-QuellenWeg-WeiserGlücklich seinGegenargumenteDenk-AnstößeVorträgeDownloadLinksImpressum
 

<<vorige Seite nächste>>

”kurz nach-denken” über körperliche Bewegung:


Jetzt beginnt für mich wieder die bewegungsärmere Jahreszeit, nachdem ich während der Salzsaison auf den Straßen wieder Auto statt S-Pedelec fahre. Ich merke, dass es dem Körper dynamische Bewegung in allen möglichen Richtungen gut tut, statische Belastung mit wenig Abwechslung dagegen nicht. Letzteres ist aber unser typisches Bewegungsmuster im derzeit "normalen" Leben (das uns und der Umwelt schadet, wie wir erkennen). Mein Körper wurde dabei in den letzten Wintern immer steifer und tat an allen möglichen Stellen weh.

Inzwischen bin ich darauf gekommen, meine Alltagsbewegungen aufzupeppen durch quirlige Bewegungen aller Art, wie es Kleinkinder beim Spiel tun, bevor man sie später (leider) zum Stillsitzen erzieht. Im Bad beim Zähneputzen, beim Gehen von einem Zimmer ins andere, beim Treppensteigen, während ich vor dem Computer auf etwas warte - in der Zeit tanze ich neuerdings wie ein Wilder (im wahrsten Sinne des Wortes), schleiche wie ein Jäger, lure gebückt und gespannt im die Ecken, gehe rückwärts, seitwärts, auf allen Vieren, bewege mich schlangenförmig wie eine Tempeltänzerin, bewege mich auf dem Sitzball statt nur ruhig zu sitzen etc. - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das tut gut, macht das Leben spannend (Jagd) bzw. lustig (tanzen oder körperlich rumalbern) und der Körper (und Geist!) wird locker und frei. Ich drehe den Kopf und Körper soweit es nur geht (im Alltag sind wir sonst nur geradeaus orientiert), kreise die Hüften und was mir sonst noch alles einfällt. Wenn ich irgendetwas in die Hand nehmen will, bleibe ich etwas entfernt davon stehen, um mich strecken zu müssen - damit es eine körperliche Herausforderung wird, nicht nur ein Handgriff. Und schon habe ich ganz nebenbei meiner Körperhülle etwas Gutes getan! Denn die will immerwährend beschäftigt werden und herausgefordert, sonst wird sie starr und steif. "Wer rastet, der rostet" - da ist was dran!

Das sind kurze Einschübe, vielfach pro Tag. Nicht einmal turnen gehen pro Woche, sondern jeden (All-)Tag vielfach. Noch im Bett liegend, vor dem Aufstehen, fange ich schon an, da kann man viele exotische Verrenkungen und muskelstärkende Übungen machen. Das Prinzip unseres Körpers lautet: Was nicht alle paar Tage benutzt wird, ist offensichtlich unnötig und wird abgebaut. "Use it or lose it!" sagen die Engländer.

Häufig eingestreute, spielerische(!) Bewegungseinheiten tun einfach gut, körperlich wie geistig. Unser Körper ist eingestellt auf das Bewegungsprogramm der letzten Jahrmillionen, nicht auf das der letzten knapp hundert Jahre!


zurück zur Übersicht