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”kurz nach-denken” über das Wesen-tliche hinter den Dingen:


Heute mute ich euch mal wieder richtig was zu:

Ich gebe euch die Kopie von Emails zu lesen, die ich neben vielen Telefongesprächen einer Freundin geschickt habe, die mit Brustkrebs-Diagnose operiert wurde. Die darin angesprochenen Themen gelten für uns alle, wir müssen nicht erst auf den eigenen Krebs warten. Es werden tiefe Wahrheiten und logische Folgen von Entscheidungen angesprochen in aller Klarheit.

Bevor ihr darüber urteilt, was ich mich erdreiste einer krebskranken Frau zu schreiben (ich kann euch beruhigen: sie ist geheilt, weiß es nur noch nicht; sie kann meine Worte sehr gut annehmen und umsetzen), lasst lieber die volle Wucht dieser Bemerkungen auf euch wirken im Lichte eures Lebens. Urteilen wäre Abwehr, es anschauen in Hinblick auf einen selbst und das eigene Leben könnte weiterbringen. Dafür schicke ich es euch, sonst wäre es nutzlos und Zeitverschwendung (für euch und für mich).

Ihr könnt statt "Krebs" jedes Thema einsetzen, was euch als widerwärtig und angsteinflößend in eurem Leben begegnet (und wenn es die Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Euro-Entwertung ist). Und statt "Tabletten" setzt ihr jede "verrückte Ausweichbewegung" (wie Reinhard Lier es so treffend nennt) ein, die euch lieber ist und eher einleuchtet als den wahren Grund der Angst in euch aufzuspüren. Zum Beispiel Musik hören, Fernsehen, ins Kino gehen, Urlaub machen, viel Arbeiten und alles, was in der Kollektivneurose um uns herum gang und gäbe ist.

Angst und Mangel an Selbstliebe kommt oft in verzerrter und veränderter Form zum Ausdruck, daher ist die wirkliche Quelle nicht offensichtlich bzw. die scheinbar ganz offensichtliche Quelle der Pein (der Chef, der Partner, die Krankheit, die Lebensumstände) ist es in Wirklichkeit gar nicht. Sie ist nur der Auslöser, nicht die Ursache. Ein mächtiger Unterschied, den wir nicht gelernt haben festzustellen.


Liebe Amelie (Name geändert),

mir ist eingefallen, was Du am besten mit den Tabletten machst: Nämlich aufheben und da liegen lassen wo sie sind, dass Du jeden Tag Dich aufs Neue entscheiden kannst. Denn so geht es im wahren Leben auch: Man entscheidet sich täglich aufs Neue, zum Beispiel ich entscheide mich laufend dazu, die Angst nicht zu meinem Berater oder gar Entscheider zu machen. Jedes Mal, wenn die Angst kommt, entscheide ich mich dafür, sie nicht zur Basis meiner Entscheidungen, ja nicht mal meiner Gedanken zu machen. Reinhard Lier hat es so schön gesagt: Man muss dem Wahn-Sinn widerstehen!

Genauso kannst Du es mit den Tabletten machen. Wenn sie Dir Heilung bedeuten, kannst Du sie nehmen und sie werden hilfreich für Dich sein. Wenn Du mit ihnen nur Deine Angst hinunter schluckst, bleibt sie im System und wird Dich belasten. Erst viel später wirst Du die Tabletten vielleicht irgendwann entsorgen, wenn Du Dir genug Vertrauen gelehrt hast. Vertrauen ist nämlich lernbar, wie jede andere Fähigkeit auch – im Gegenteil, sie fliegt einem ohne Übung sicher nicht zu, schon gar nicht durch leichtere Umstände von außen. Wie immer kommt erst die Veränderung im Geist, dann später im Außen – nicht umgekehrt. Erst kommt die Heilung (Angstfreiheit) im Geist, dann ist der Körper endgültig geheilt.

Solange es noch eine Angst vor etwas in Deinem Geist gibt (z.B. die Angst vor einem Rückfall), solange wirst Du keinen Frieden und keine innere Ruhe erleben und Dein Körper bleibt gefährdet. Bearbeite und erlöse Deine Ängste und Du hast das Grundproblem "menschlichen" Lebens hier auf der Erde gelöst. Dann hast Du Dir das Paradies auf Erden geschaffen, so wie ich es inzwischen tatsächlich erlebe jeden Tag. Jeden Tag gibt es bei mir irgendetwas Großartiges, das sich zu feiern lohnt. Darum brauche ich keinen Geburtstag oder keinen Urlaub mehr. Solche flüchtigen Erlebnisse vergänglicher Glücksgefühle nähren nicht wirklich meine Seele. Aber jeden Tag etwas Großartiges zu erleben und zwar weil ich in mir und an meinem Wesen das Großartige entdeckt habe, das nährt meine Seele – und die Seelen meiner Mitmenschen noch dazu!

Die meiste Zeit des Lebens sind wir damit beschäftigt, uns vor scheinbar drohenden Katastrophen davon zu laufen bzw. alles in unserer Kraft Stehende zu tun, ihre Realisierung zu vermeiden. Wenn man jedoch die Strategie ändert und die scheinbaren Katastrophen sich entfalten und sehenden Auges herankommen lässt (was sich anfühlt, als wäre man jetzt völlig verrückt geworden und sähe dem eigenen Untergang tatenlos zu), dann können sie zum ersten Mal im Leben ihre heilsame und hilfreiche Schubkraft entwickeln. Denn stets erweisen sich die scheinbaren Katastrophen unter anderem Blickwinkel (und sei es nur der Blickwinkel ein paar Jahre später) als die besten Dinge, die einem im Leben widerfahren sind, da sie durch ihre Explosivkraft Quantensprünge ermöglicht haben durch Sprengung alter, verkrusteter Muster im Leben. Bei mir war es z.B. der Burnout, der Bandscheibenvorfall, die Scheidung und mein Umzug von der Stadt aufs Land, der Wechsel von Angestellten- zum Selbständigen-Dasein mit unregelmäßigem Einkommen (was mir anfangs mächtig Angst bereitet hat).

Wir haben von unseren Eltern gelernt, dass es "erwachsen" sei, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und auf der Basis vergangener Erfahrungen zu steuern – und dass es "kindisch" sei, es mit staunenden Augen jeden Tag aufs Neue einfach anzuschauen, was es einem von alleine bietet und was einem wohl heute von alleine in den Schoß fällt. Durch diese verzerrte Form von "Erwachsensein" (die erlöste Form wäre nämlich, die volle(!) Verantwortung - nicht "Schuld" - zu übernehmen für alles(!), was einem begegnet im Leben) fährt sich unser Leben allmählich in bestimmten Gleisen fest, ist sehr anstrengend (Widerstand gegen alles Mögliche) und nur mäßig erfreulich. Es passiert selten etwas wirklich Überraschendes und wenn doch, ist es meist scheinbar negativer Natur (Unfall, Krankheit, Kündigung, Trennung) – daher lieben wir nicht wirklich das Unerwartete, denn es könnte ja etwas "Negatives" sein. Wir wählen im Zweifelsfall lieber die Sicherheit des gewohnten, bisherigen Lebens mit seiner gewissen Beschwerlichkeit statt die Option auf unerwartetes Glück und neue Möglichkeiten einzulösen, die hinter dem Schleier der Unsicherheit verborgen ist. Diese Neigung gilt es, sich bewusst zu machen und sich ein anderes Entscheidungsmuster anzutrainieren, wenn man innerlich und äußerlich frei von Zwängen werden will.

Ich habe es mir zum Beispiel beigebracht, bei aufkommender Angst vor scheinbar drohenden Katastrophen (zum Beispiel der 40%ige Umsatzeinbruch in meinem Orchideengeschäft) mir vorzustellen, wie ich wohl in ein paar Jahren darüber denken werde, wie wichtig es dann noch sein wird – oder am besten, wie wichtig diese Umstände noch für mich sein werden im Moment meines Ausstiegs aus der Körperhülle (vulgo "Todesstunde"). Denn dann merke ich, dass ich, statt in ein paar oder vielen Jahren gelassener darüber zu denken (weil es dann seinen Schrecken und vor allem seine Wichtig- und Dringlichkeit verloren hat), ich doch viel besser gleich so gelassen darüber denken könnte. Denn dann hätte ich den ganzen Stress nicht und die ganze Angst. Ich merke zum Beispiel jetzt schon, dass der Umsatzeinbruch mir neue Blickwinkel beschert, neue Erkenntnisse ("hoppla, das hat ja auch Vorteile, die ich nicht erwartet habe!"), neue Sicherheiten (zum Beispiel, dass das Geld auch so reicht, dass es viel weniger stressig ist als überverkauft zu sein und neben dem hohen Versandstress auch noch enttäuschte Kunden besänftigen zu müssen, dass ich mehr Selbst-Sicherheit in mir habe als ich dachte, dass ich mich gegenüber den Kunden durch die Existenz der Mitanbieter am Markt viel profilierter darstellen kann als vorher in meiner Alleinstellung).

Außerdem, wenn ich heute schon wüsste, was für Bahn-brechende Wirkungen (= neue Gleise!) jede scheinbare Katastrophe auf mein Leben haben wird, würde ich mich ja schier darüber freuen auf das, was nun an Neuem kommt und gerade durch die Katastrophe ermöglicht / geboren wird! Warum also mir heute den Tag vermasseln durch angstvolle Gedanken, wenn sie sich übermorgen als überflüssig, ja sogar als unzutreffend erweisen?! Warum nicht heute schon absichtlich die positive Seite der unerwarteten Wendung im Leben suchen und nicht erst in ein paar Jahren zufällig in der Erinnerung finden?

Das konventionell gelernte Denkmuster führt zu logischen und absehbaren (und überall beobachtbar dramatischen und stressvollen) Ergebnissen und Lebensweisen – das entgegengesetzte Denkmuster ebenfalls, eben nur in die entgegengesetzte Richtung! Man muss lediglich umlernen, wenn man vom einen zum anderen wechseln will. Das ist die einzige Anstrengung, Disziplin und Geduld, die gefordert ist. Mehr ist nicht zu tun, der Rest entwickelt sich als logische und zwangsläufige Folge von alleine. Dann hat man endlich die einzige effektive Stellschraube im Universum gefunden: nämlich sich selbst! Mich selbst zu verändern, ist das Einzige was möglich ist (die Versuche, andere zu ändern oder die Umstände zu ändern, enden meist kläglich und verbraten unglaublich viel Energie – ich spreche da aus langer, intensiver Erfahrung!) und ist das Einzige, was wirklich dauerhafte Erfolge zeitigt.

Die vermutete Katastrophe ohne Widerstand und trotz aufsteigender und zunehmender Angst herankommen und sich entwickeln zu lassen, ist die zentrale Aufgabe im Leben. Nicht an der Katastrophe etwas ändern wollen, sondern an den Ängsten (durch Anschauen, Heilen und Erlösen, nicht durch Übertünchen und Wegdrücken) – das ist der Schlüssel zur endgültigen (Er-)Lösung alter, zwanghafter, einengender (lat. angustus = eng, Wortstamm von "Angst") Muster. Denn nur, wenn ich nicht eingreife, kann sich das Ganze soweit entwickeln bis man an dem Punkt ankommt, wo das Schreckliche der Erwartung nach eigentlich hätte passieren müssen! Dann aber wird man erleben (nicht nur in der Theorie durchgedacht sondern ganz lebensecht im Alltag), dass die Auswirkungen ganz anders sind als erwartet. Plötzlich gewinnt man einen völlig andere Blickwinkel auf das "Problem" (das sich als reines Gehirngespinst entpuppt) und erlebt völlig ungeahnte Impulse. Man ist "durch"!

Dann herrscht "Ruhe im Karton", dann ist endlich Frieden, das Paradies auf Erden eingekehrt – in Deiner Welt, in Deinem Kopf, in Deinem Herzen, in Deinem Körper! Das ist das einzige "Wunder", das man hier erleben kann und das einzige Ziel, das anzustreben sich wirklich lohnt.


Zuletzt noch ein paar Sätze, die ich später hinterher geschickt habe, weil sie mir so eingegeben wurden ("eingefallen sind"):


Krebs ist Fleisch gewordener Mangel an Selbstliebe.

Hebe diesen Mangel an Selbstliebe auf und Du wirst die Angst aufheben
und damit geheilt sein im Geist und folglich im Körper.

Dein Leben wird dann in völlig neuen und bisher unbekannten, sogar derzeit unvorstellbaren Bahnen verlaufen.


Warum solltest Du den Krebs überhaupt bekämpfen wollen,
wo er doch die besten und kraftvollsten, bisher verborgenen Seiten in Dir zum Leben erweckt hat
und der effektivste Lehrer ist, den Du je hattest?

Diese Funktion wird er immer für Dich haben können
(selbst wenn er schon längst aus Deinem Körper entschwunden ist),
außer Du gestattest der Angst,
ihm diese Funktion zu rauben.

Überlege es Dir gut, wer hier entscheiden soll und darf.


Der Krebst ist nicht das Problem.
Das Problem ist die Angst.

Löse das eine wirkliche Problem und alle scheinbaren Probleme lösen sich in Luft auf.


Es "Krebs" zu nennen, ist Themaverfehlung.
Und genau diesen Fehler begehen konventionelle Ärzte. Genau darum können sie Dir nicht wirklich helfen.

"Krebs" ist nur die Oberfläche - wer aufwacht, schaut tiefer und hinter die Dinge.
Dort ist die wahre Ursache und somit die (Er-)Lösung zu finden.


Denk daran: Krebs per se erzeugt keine Angst (das kann er nämlich nicht, er kann einfach nur sein). Er kann allerdings verdeckt vorhandene Angst aktivieren und sichtbar machen. Dafür ist er allerdings hervorragend geeignet (aber auch nur, weil wir ihn in der konventionellen Denkweise mit entsprechenden Attributen belegen).

Es ist wie immer: Die Dinge sind eigentlich neutral, sie werden nur zu einem "gut" oder "schlecht" durch unsere Denkmuster und Glaubenssätze. Anderes Denkmuster --> anderes Attribut zum selben Ding --> andere Wirkung!

Diese jetzt für Dich spürbare Angst (halleluja!) war schon immer da, lediglich durch das viele Arbeiten überdeckt (dann hat man nämlich weder Zeit noch Energie zum Nachdenken über das Wesen-tliche – genau dies ist der Zweck von Pflichterfüllung statt Lebenserfüllung).


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