Newsletter
an-/abmelden

kurz nach-denken

HomeÜber michGleichnisseBuch-TippsHeil-QuellenWeg-WeiserGlücklich seinGegenargumenteDenk-AnstößeVorträgeDownloadLinksImpressum
 

<<vorige Seite nächste>>

Gleichnis 2:

Wenn diese scheinbar “andere Wirklichkeit” so reell ist, wie hier behauptet wird, warum hört und liest man nichts davon? Im Gegenteil, jeder Tag beweist mir doch das Gegenteil einer “schönen, neuen, heilen Welt”!

Das ist wie mit einem Radio: Solange ich nicht am Frequenzknopf drehe, höre ich nur einen Sender und muss denken, es gäbe nichts anderes. Erst wenn ich davon ausgehe, es müsse noch andere Sender geben oder nicht mehr zufrieden bin mit dem einen Sender oder ich die Angst überwinde, es könnte ein schädlicher Störsender auf anderen Frequenzen auftauchen, erst dann werde ich den Frequenzknopf drehen und erst nachdem ich ihn gedreht habe feststellen, dass es tatsächlich noch ganz andere Sender gibt, vielleicht sogar eine ganze Menge, von deren Existenz ich vorher keine Ahnung hatte. Also zuerst kommt der Glaube an die Möglichkeit, dass etwas anderes existiert, danach erst kann ich die Erfahrung machen, dass dem so ist. Die konventionelle Denke “Erst will ich es erleben, dann glaube ich auch daran” funktioniert nicht, denn solange ich tatenlos vor dem Radio sitze und nicht am Knopf drehe, kann ich lange auf einen anderen Sender warten. Im Gegenteil, ich werde nach langem Warten und intensivem Lauschen sogar die falsche Schlussfolgerung ziehen, es gäbe keine andere Sender! Dabei habe ich mich lediglich darin getäuscht, welche Aktionen von meiner Seite aus nötig sind.

Konkret bei mir: Ich war völlig überwältigt und hätte es nie erwartet, wie viele Bücher, lebende und frühere Beispiele, Organisationen, Radiosender, CDs, Institute, Seminare, Heiler etc. es für die andere Denkrichtung gibt. Erst als ich meine innere Antenne - zunächst sehr skeptisch und nur versuchshalber - in eine andere Richtung gedreht hatte, merkte ich, dass es mindestens genau so viele logische und vernünftige Beweise, Erkenntnisse, Forschungsergebnisse und Meldungen über die andere Bewusstseins-Ebene gibt wie über die Welt der tausend Dinge. Vorher hatte ich die Argumentation der konventionell denkenden Naturwissenschaftler ungeprüft übernommen, die mögliche Belege für andere Wirkweisen durch die negativ behafteten Schlag-Worte “Placebo-Effekt”, “Self-fulfilling prophecy”, “psychosomatische Erkrankung”, “Einbildung”, “im Versuch nicht reproduzierbar” etc. ins Reich des Unrealen, nicht Greifbaren und Diffusen verwiesen hatten. Mein Versäumnis erkannte ich später. Ich hatte meinen Geist einseitig nur auf einen Sender ausgerichtet: mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium und Studium, entsprechende Sachbücher, Fernsehen, Radio, Zeitung! Und ich nahm an, dass das dort verbreitete, allgemein sogar als “fortschrittlich” anerkannte Wissen korrekt sei. Daher verinnerlichte ich es auch so gut. Und dann, nach der Erkenntnis, dass dieses Wissen zwar der Körperwelt dienlich ist, aber die Sehnsucht des Geistes nach Frieden, Einheit und Heilung nicht stillt, musste ich genauso wie früher wieder in die Schule, wieder genauso begierig neues Wissen aufsaugen, um hinterher an den Wirkungen zu sehen, was es taugt! Bislang bin ich begeistert und kann mir nicht vorstellen, wieder umzudrehen. Meine Welt hat sich in einem vorher nicht vorstellbaren Maß verändert, das Verhältnis zu “unsympathischen” Menschen um 180 Grad gedreht. Plötzlich mache ich in Standard-Situationen ganz andere Erfahrungen wie vorher - als wäre die Welt eine andere. Dabei ist “nur” meine Innenwelt eine andere, aber die ist halt die entscheidende für meine Wahrnehmung!

Es gibt genug Beweise für die Wirklichkeit, die anders ist als wir konventionell annehmen. Man muss nur bereit sein, danach zu suchen und die bestätigenden Beobachtungen dann auch als solche akzeptieren wollen. Ein kleines Gedankenexperiment mag uns die dahinter liegende Problematik verdeutlichen: Heute Abend sehen Sie in der Fernsehshow “Wetten dass...?”, wie ein Guru mit Bart und in weißem Gewand barfuß ohne Hilfsmittel über das Wasser geht. Er möchte damit eine Grundwahrheit für alle augenfällig belegen, nämlich dass der Geist über die Materie herrscht und nicht umgekehrt. Nahaufnahmen mit der Kamera und der Showmaster dicht daneben zeigen, dass wirklich keine Hilfsmittel benutzt werden. Was ist ihr erster Gedanke, was steht morgen auf der Titelseite der Zeitungen? “Das muss ein besonders geschickter Trickbetrüger sein!” Was aber im anderen Fall, wenn steht, dass wieder irgendein Star unheilbar an Krebs erkrankt ist, belegt durch ein Foto seines abgemergelten Gesichts? Zweifeln Sie an seiner Unheilbarkeit dann auch oder haken Sie es ganz selbstverständlich ab als weiteren Beweis der Ihnen wohl bekannten Tatsache, dass das Leben eben hart und manchmal unbarmherzig ist? Sehen Sie sich Ihr Denken jetzt einmal kurz von außen an: Wenn Sie genau hinschauen, merken Sie, dass Sie selbst vorab entschieden haben, was Sie als Realität ohne weitere Prüfung akzeptieren und was Sie als außerhalb der Realität empfinden, wo dann selbst augenfällige Beweise nicht ausreichen um Sie zu überzeugen. Passen Sie also auf, wenn Sie handfeste Beweise fordern für das, was Sie heute noch nicht glauben können - was Sie als Beweis ansehen, entscheiden Sie selbst! Denken Sie noch einmal an das Gedankenexperiment: Selbst wenn ein Mensch vor aller Augen über das Wasser ginge (oder mitten im Sturm auf dem See einfach aus dem Boot steigt wie ein gewisser J. vor vielen Jahren), es würde Sie nicht überzeugen! Eher glaubten Sie noch an eine Sinnestäuschung bei sich selbst. Dieses Denkmuster ist das nahe Liegende, nur geht es, wenn ich mich weiter-ent-wickeln will, um Bewusst-werdung was ich für innere Überzeugungen habe, denn diese lenken nicht nur mein Tun und Handeln, sondern auch mein weiteres Lernen und meine Resonanz. Wenn ich zu neuen Erfahrungen kommen will, muss ich den Fokus meiner Wahrnehmung (ist nicht gleich Realität!) bewusst gesteuert verändern. Ich muss dabei nicht an das Neue glauben, ich muss es lediglich für möglich erachten, so dass ich neu-gierig gespannt darauf achte. Ich darf sogar skeptisch und kritisch prüfend sein, nur nicht ablehnend und vorschnell wertend.

Was das bedeutet und wie durchschlagend es wirkt, können Sie selbst ganz leicht praktisch ausprobieren mit folgendem Eigenexperiment: Gehen Sie in der Ihnen wohl bekannten Einkaufsmeile einer Stadt bei Hochbetrieb den gewohnten Weg entlang. Lassen Sie diesmal aber Ihren Blick nicht in Augenhöhe auf Schaufenster und Passanten gerichtet. Schauen Sie bewusst für zehn Minuten nur auf die Gebäude und alles, was Sie oberhalb des Erdgeschosses sehen. Schlendern Sie gemütlich und betrachten Sie alles in Ruhe, suchen Sie bewusst nach Neuem. Ich schwöre Ihnen, Sie werden Dinge entdecken, die Sie in den ganzen Jahren zuvor noch nie bemerkt haben: schöne Fassadendetails, Menschen am Fenster, Vögel in der Luft, Wolkenbilder und vieles mehr. Und Sie werden noch etwas entdecken: Dass der Trubel um Sie herum plötzlich nicht mehr nervt und ansteckt, sondern Sie wie der Fels in der Brandung einen völlig anderen Tag zu erleben scheinen als die Menschen um Sie herum. Sie nehmen einen besonderen Tag wahr, eher ruhig und voller neuer Entdeckungen, während die anderen Menschen einen ganz normal nervigen Tag in ihrer altbekannten Einkaufsmeile mit viel zu vielen anderen Menschen um sie herum erleben. Das ist gemeint mit “die Welt verändern” - es gibt für meine Wahrnehmung nur eine bestimmte Welt und die kann ich verändern, wie und wann ich will - zum Beispiel jetzt! Und das hat nichts mit Illusion oder Wunschdenken zu tun. Sie verdrängen damit nicht die Realität - Wahrheit kann gar nicht verändert werden, sie ist einfach. Ich kann aber gewisse Aspekte davon wahrnehmen oder blind dafür sein. Sie lenken also Ihren Fokus nur auf die Dinge, die vorher außerhalb Ihrer bewussten Aufmerksamkeit lagen - das ist alles. Ich erweitere schlicht den Horizont meiner Aufmerksamkeit und richte den Blick nach oben, nachdem ich ihn lange genug unbewusst nur auf eine Ebene gerichtet hatte. Das kann und darf man auch im übertragenen Sinne verstehen.


zurück zur Fragenliste